Nachhaltigkeitsbericht 2020

Gemeinsam sicher durch die Corona-Krise

12.04.2021 um 12:30 Uhr • 15min Lesedauer
Faller Packaging
Einfach besser. Immer voraus. Gemeinsam.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

unser Rückblick auf das Jahr 2020 steht – wie könnte es auch anders sein – ganz im Zeichen von Corona. Die Pandemie hatte auf unser aller Privat- und Berufsleben gravierende Auswirkungen. Und auch jetzt, wenn Sie unseren Nachhaltigkeitsbericht über das vergangene Geschäftsjahr entweder in Händen halten oder am Bildschirm vor sich haben, ist COVID-19 noch immer das alles beherrschende Thema.
Während viele Unternehmen dadurch in eine handfeste Krise geraten sind, haben wir bei Faller Packaging die Pandemie bislang sehr glimpflich überstanden. Wir konnten durch die rasche Einrichtung eines Pandemiekrisenstabs frühzeitig die richtigen Maßnahmen ergreifen. Durch den Zusammenhalt und das disziplinierte Verhalten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen unseren Standorten konnten wir die Herausforderungen dieser weltweiten Krise meistern und ihre Chancen nutzen. Ein großer Dank geht deshalb an unser gesamtes Team, für herausragende Solidarität und vorbildlichen Einsatz.
Dieser gemeinsame Kraftakt hat es möglich gemacht, dass wir auch diesmal in unserem Jahresrückblick sehr viel Positives zu vermelden haben. Aus wirtschaftlicher Sicht etwa konnten wir unseren Umsatz trotz aller Unsicherheiten weitgehend stabil halten und an manchen Standorten sogar steigern – nicht zuletzt durch eine wachsende Nachfrage von Impfstoff- und Schnelltestherstellern.
Auch ökologisch sind wir nach wie vor auf einem guten Weg. Wir arbeiten kontinuierlich an unserem Energie- und Rohstoffverbrauch und können hier weitere Einsparungen erzielen. Dabei setzen wir zum Beispiel auf Solarstrom vom eigenen Dach. Und mit unserer Unterstützung für das Projekt MAVUNO in Tansania haben wir auch 2020 wieder einen wichtigen Beitrag geleistet, um lokale Kleinbauern zu unterstützen und durch Aufforstung dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen.
Nicht nur für unser Unternehmen als Ganzes, sondern vor allem auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einzelnen war 2020 ein außergewöhnliches und sicher auch schwieriges Jahr. Daher möchten wir sie mit ihren Eindrücken und Erlebnissen in diesem Nachhaltigkeitsbericht ebenfalls zu Wort kommen lassen. Besonders freut uns, dass trotz Pandemie wieder 14 junge Menschen eine Berufsausbildung bei Faller Packaging begonnen haben. Wie das in Zeiten von Corona funktioniert, erfahren Sie ebenfalls aus erster Hand.
Und nun wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns, Ihnen mit unserem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht einen spannenden und umfassenden Einblick in das Jahr 2020 bei Faller Packaging zu geben!
Faller Packaging
Interview mit der Geschäftsleitung

"Trotz unsicherem Umfeld ein stabiles Ergebnis"

2020 war in vielerlei Hinsicht ein mehr als außergewöhnliches Jahr – auch für Faller Packaging. Dr. Michael Faller und Dr. Daniel Keesman berichten im Interview über die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie – und wie unser Unternehmen diese erfolgreich meistern konnte.
Wie gesund ist Faller Packaging bisher durch die Pandemie gekommen?
Dr. Michael Faller: Im Verhältnis zu vielen anderen Unternehmen sind wir relativ gut durch diese besondere Zeit gekommen. Das lag mit Sicherheit daran, dass wir schon sehr früh einen Pandemie-Krisenstab gebildet haben, der entsprechende Maßnahmen im Unternehmen eingeleitet hat. Damit konnten wir Infektionen unserer Belegschaft weitgehend verhindern und so auch die Verfügbarkeit unserer Produkte für die Kunden aufrechterhalten. Ein großes Dankeschön gilt auch all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich sehr diszipliniert an diese Maßnahmen gehalten haben. Nur dadurch war es uns möglich, das Infektionsrisiko einzudämmen und die Pandemie gesund zu überstehen.
Welche wirtschaftlichen Herausforderungen haben sich durch die Corona-Krise für unser Unternehmen ergeben, und wie haben wir diese gemeistert?
Dr. Daniel Keesman: Als Hersteller von Sekundärpackmitteln für die Pharma- und Healthcare-Industrie beliefern wir eine Branche, die auch in der Corona-Krise als systemrelevant eingestuft wurde. Dadurch gab es auch in den Lockdown-Phasen eine kontinuierliche Nachfrage nach unseren Produkten, was natürlich eine wesentliche Grundlage für unsere wirtschaftliche Stabilität war. Der Umsatz an unseren deutschen Standorten ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben, in unseren internationalen Niederlassungen in Polen (+9,8 %) und Dänemark (+7,4%) ist er sogar gestiegen – und das trotz aller Unsicher­heiten um uns herum.
Das erste Halbjahr war sehr davon geprägt, dass unsere Kunden aus Risikogründen ihre Fertig- und auch ihre Rohwarenbestände aufgebaut haben. Dadurch lagen wir bis einschließlich Juli deutlich über unseren Umsatzplanungen, wohingegen der Auftragseingang ab August dann geringer war als erwartet. Das liegt auch daran, dass durch die Corona-Maßnahmen andere Infektionskrankheiten seltener auftreten und zum Beispiel Operationen verschoben werden. Dadurch war auch die Nachfrage nach den entsprechenden Arzneimitteln nicht so hoch wie sonst. In Summe konnten wir das Jahr aber stabil mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abschließen.
Faller Packaging
Sie haben bereits angesprochen, dass wir unseren Mitarbeitern viel zu verdanken haben. Welchen Einfluss wird die Pandemie auf die Unternehmenskultur bei Faller Packaging haben?
Dr. Michael Faller: Ich glaube, durch diese Krise sind wir alle ein Stück zusammengerückt. Wir waren und sind mit erheblichen Veränderungen konfrontiert, mussten uns mit neuen Technologien und einer neuen Form des Umgangs auseinandersetzen. Unsere Mitarbeiter haben da sehr große Bereitschaft gezeigt und waren neugierig, sich auf diese Dinge einzulassen. Dadurch ist auch unsere Unternehmenskultur mit den drei Werten „Einfach besser.“, „Immer voraus.“ und „Gemeinsam.“ erlebbar geworden. Das finde ich schön, denn es hat unsere Gemeinschaft letztlich gestärkt und gefestigt – das kann man im ganzen Unternehmen spüren.
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Dr. Daniel Keesman (links) und Dr. Michael Faller, die beiden Geschäftsführer von Faller Packaging, vor der Firmenzentrale in Waldkirch.
Faller Packaging hat sich kulturelle Transformation und Digitalisierung auf die Fahnen geschrieben. Was hat uns da im vergangenen Jahr vorangebracht oder vielleicht auch vorangetrieben?
Dr. Daniel Keesman: Wir haben zum Glück schon vor der Corona-Pandemie begonnen, darüber nachzudenken, welche externen Faktoren auf unser Geschäftsmodell einwirken und wie wir unsere Prozesse entsprechend transformieren müssen. Unser Marktumfeld und die Herausforderungen an unser Unternehmen werden immer komplexer und volatiler. Wir sehen zwei wesentliche Ansatzpunkte, damit umzugehen: Zum einen wollen wir mit digitalen Technologien eine Basis schaffen, um unsere interne und externe Kommunikation effizienter, schneller und dynamischer zu machen. Zum anderen wollen wir auch alle anderen Abläufe, sei es in der Verwaltung oder in der Produktion, zum Positiven verändern – hier reden wir gerne von einer kulturellen Transformation. Unser Ziel ist es, in allen Bereichen agiler zu werden, um auf Unsicherheiten besser vorbereitet zu sein. Durch Corona wurde jedem klar, warum dieser Weg wichtig ist. Es werden immer wieder Ereignisse geschehen, die wir gesellschaftlich, wirtschaftlich und sozial, aber auch als Unternehmen verarbeiten und bewältigen müssen. Das ist eine große Herausforderung, wir gewinnen dadurch aber auch wertvolle Erkenntnisse. Dafür ist diese Pandemie ein eindrucksvolles Beispiel.
Was bedeuten die vielfältigen Unsicherheiten für unsere Investitionsvorhaben?
Dr. Michael Faller: Obwohl wir grundsätzlich von einer stabilen Marktlage und einer sehr guten Marktposition ausgehen, ist es natürlich aktuell schwierig, genau vorauszuplanen. Insofern sind wir eher konservativ mit Investitionsvorhaben umgegangen. 2021 fokussieren wir uns auf zwei Schwerpunkte: zum einen der Ausbau der Kapazität in unserem Werk in Łódź, zum anderen bereiten wir uns auf unser großes Neubauprojekt in Waldkirch vor. Wir haben uns aber auch finanzielle Reserven eingeräumt, um eventuell dynamisch auf sich ergebende Gelegenheiten am Markt zu reagieren.
Sehr zufrieden sind wir mit unserer 2019 gestarteten Tochtergesellschaft PackEx, die auf die effiziente Faltschachtel-Fertigung in Klein- und Kleinstmengen spezialisiert ist. Hier können wir mittlerweile das komplette Leistungsangebot darstellen, so wie wir es geplant hatten. Nach erheblichen Marktherausforderungen zu Beginn der Pandemie ist die Umsatzentwicklung nun positiv, so dass wir auch weiterhin mit großen Ambitionen in dieses Projekt gehen.
Herr Dr. Keesman, im November haben Sie das Jahr 2020 in der Fachpresse als „Jahr zwischen Bangen und Hoffen” charakterisiert. Jetzt, wo wir ins Jahr 2021 gestartet sind: Haben wir mehr Grund zu hoffen oder zu bangen?
Dr. Daniel Keesman: Ich gehe davon aus, dass die Wirkung der Impfstoffe positiv für den Pandemie-Verlauf sein wird, so dass weitere Lockerungen der Lockdown-Maßnahmen möglich werden und dadurch auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung wieder befreit und beflügelt wird. Meine Prognose ist, dass wir zumindest ab Mitte des Jahres zu einer deutlichen Entspannung und zu mehr Hoffen als Bangen kommen werden.
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Ökonomie

Eine wichtige Rolle im Kampf gegen Corona

Um die COVID-19-Pandemie bald unter Kontrolle zu bekommen, ist aktuell der wichtigste Schritt, dass so viele Menschen so schnell wie möglich gegen das Virus geimpft werden. Die Entwicklung und Verteilung der dafür benötigten Impfstoffe steht nicht nur bei Pharmaherstellern im Fokus, sondern auch bei Faller Packaging. Denn schließlich benötigt jedes Vakzin auch eine geeignete Verpackung.
Die ersten Impfstoffe gegen COVID-19 sind international zugelassen, überall rollen die Impfkampagnen an. Der enorme Bedarf lässt jedoch nicht nur die Produktionskapazitäten der Hersteller an ihre Grenzen stoßen, sondern auch die dazugehörige Logistik. Die Impfstoffeinheiten müssen sicher verpackt sein, damit die empfindlichen Vials, in denen das Serum aufbewahrt wird, nicht zu Bruch gehen. Vor Ort müssen die Impfstoffeinheiten hygienisch und einfach zu handhaben sein, um auch unter erschwerten Bedingungen – zum Beispiel in Entwicklungsländern – einen sauberen und sicheren Impfvorgang zu ermöglichen.
Faltschachteln schützen beim Transport
Hier kommt Faller Packaging ins Spiel. Denn als Anbieter pharmazeutischer Sekundärpackmittel produzieren wir auch für die Lagerung und den Transport von Impfstoffen in Vials, Ampullen oder Spritzen die passenden Umverpackungen. Darauf setzt die Branche in der Pandemie: Faller Packaging ist mit zahlreichen Anbietern zugelassener Impfstoffe sowie deren Lohnfertigern entweder in Gesprächen oder beliefert diese bereits. Besonders hoch dürfte die Nachfrage werden, sobald die Impfstoffe auch in Deutschland vermehrt in Arztpraxen verabreicht werden. Denn dann müssen die Vakzine nicht wie für die Impfzentren in großen Gebinden, sondern in kleinen Einheiten verschickt werden.
Zum Einsatz kommen dafür in vielen Fällen Mehrfach-Verpackungen aus Karton – also Faltschachteln, in denen sich mehrere Dosen des Impfstoffs befinden. Diese lassen sich bei der Benutzung in der Arztpraxis oder Klinik einzeln entnehmen. Im Inneren sorgen passgenaue Inlays dafür, dass alle Produktkomponenten sicher fixiert sind. Die Impfstoffdosen sind durch die Gefache sehr gut vor Schlägen oder Stürzen beim Transport sowie beim Lagern gegen Druck geschützt und gleichzeitig leicht und ergonomisch zu greifen. Die einzelnen Einheiten lassen sich darin zudem auf engstem Raum unterbringen und gut stapeln – das sorgt für eine optimale Lagerung.
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Passgenaue Inlays schützen die Impfstoffdosen vor Schlägen oder Stürzen beim Transport sowie beim Lagern gegen Druck.
Verpackungen für den Einsatz in Eiseskälte
Ein weiterer Vorteil von Verpackungen aus Karton: Das Material ist temperaturbeständig. Denn damit die Impfstoffe unversehrt und wirksam ans Ziel gelangen, müssen sie bei besonders niedrigen Temperaturen gelagert und transportiert werden. Für diese extremen Bedingungen müssen nicht nur die Vials, in welche die Vakzine abgefüllt werden, geeignet sein, sondern auch alle anderen Verpackungskomponenten. Faltschachteln erfüllen diese Voraussetzungen, anders als viele Kunststoffe, die bei großer Kälte spröde und brüchig werden können.
Auch spezielle temperaturbeständige Etiketten hat Faller Packaging im Portfolio. Sie bestehen aus einer Kunststofffolie, die problemlos Temperaturen von -196 bis 120 Grad Celsius standhält. Auch ihr Klebstoff ist so ausgelegt, dass er bei extremer Kälte eingesetzt werden kann. Die Labels haften damit auf Glas- und Kunststoffgebinden sowie Stahl- und Kunststoffplatten und lassen sich auch auf Vials mit engen Radien anbringen. Sie sind daher für die Kennzeichnung von COVID-19-Impfstoffen und viele andere Anwendungen ideal.
Die enorme weltweite Nachfrage nach den Impfstoffen ist für die Pharmabranche natürlich eine logistische Herausforderung. Für Faller Packaging bedeutet sie aber auch eine stabile Auftragslage: Allein für 2021 liegen bereits Bestellungen für 2,3 Millionen Faltschachteln, 13 bis 14 Millionen Etiketten und 60 bis 90 Millionen Packungsbeilagen vor. Unser ungarischer Standort Debrecen produziert seit neuestem sogar Abreißblöcke für Packungsbeilagen. Diese kommen bei Großgebinden, wie sie zum Beispiel an Impfzentren geliefert werden, zum Einsatz.
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Faller Packaging hat spezielle temperaturbeständige Etiketten für die Lagerung von Impfstoffen im Portfolio.
Clevere Lösung für Corona-Schnelltests
Darüber hinaus häufen sich bei Faller Packaging die Anfragen von Herstellern für Schnell- und Selbsttests. Im Auftrag des Freiburger Medizintechnik-Unternehmens Spindiag, das im November 2020 einen PCR-basierten Corona-Schnelltest auf den Markt brachte, hat unser Team in Waldkirch zum Beispiel eine clevere Transport- und Präsentationsverpackung für Einweg-Kartuschen entwickelt: die sogenannte EasyTake Box. Die Faltschachtel ist so konzipiert, dass das Klinikpersonal die Kartuschen mühelos mit einer Hand entnehmen und in das Testgerät einlegen kann: entweder aus einer Schütte oder von oben aus einem Tray. Eine integrierte Füllstandsanzeige macht sichtbar, wie viele Tests noch in der Box vorhanden sind. Mit ihrer durchdachten Konstruktion hilft die EasyTake Box dabei, einen reibungslosen und zeitsparenden Ablauf im Krankenhaus- und Laboralltag sicherzustellen, und ist damit ein wichtiger Bestandteil eines schnellen und überall durchführbaren Corona-Schnelltests.
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Die EasyTake Box ist eine clevere Transport- und Präsentationsverpackung für Einweg-Testkartuschen.
Digitale Technologien beschleunigen die Lieferkette
Damit die dringend benötigten COVID-19-Impfstoffe möglichst bald zu den Menschen in aller Welt gelangen, bieten wir unseren Kunden aber nicht nur maßgeschneiderte Verpackungen, sondern unterstützen sie auch dabei, ihre Lieferketten zu optimieren. Digitale Technologien und innovative Ideen verkürzen dabei die Vorlaufzeiten bis zum Abpacken des fertigen Produkts immens, so dass die Vakzine schneller ausgeliefert und verimpft werden können. So spielt Faller Packaging mit seinem Produkt- und Dienstleistungs-Know-how eine wichtige Rolle im globalen Kampf gegen die Pandemie.
Weiter unerschütterlich: Markterfolg und Qualitätsversprechen
Der Pharmamarkt wächst kontinuierlich um fünf bis sieben Prozent im Jahr – davon profitiert auch Faller Packaging. Mittlerweile sind wir Marktführer für Sekundärverpackungen am europäischen Pharma- und Healthcare-Markt und konnten unseren Gewinn 2020 trotz Corona auf dem gleichen stabilen Niveau halten wie im Vorjahr. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote stieg um 1,9 Prozent auf 39,4 Prozent, die Quote des haftenden Eigenkapitals um 1,8 Prozent auf 34,9 Prozent. Wir konnten also selbst in der Krise unsere Kapitalbasis weiter konsolidieren und zusätzliche Sicherheiten schaffen.
Durch den gewinnbringenden Verkauf der Bellwyck Faller Pharmaceutical Services und der August Faller Artwork Solutions verzeichneten wir 2020 deutliche Zusatzerlöse. Durch die beiden Veräußerungen wollen wir uns strategisch noch stärker auf unsere Kernkompetenzen fokussieren. Außerdem konnten wir die Zusatzerlöse direkt wieder für die Unterstützung der Anlaufphase unseres innovativen Startups PackEx investieren.
Auch in puncto Qualität haben wir uns 2020 noch einmal gesteigert. Nur in 0,45 Prozent unserer Aufträge mussten wir auf Reklamationen unserer Kunden reagieren. Damit liegen wir unter dem Vorjahreswert von 0,46 Prozent – und deutlich unter unserer Zielmarke von 0,5 Prozent.
Bei der Liefertermintreue hatten wir wegen Corona und der extremen zeitlichen Konzentration der Nachfrage auf die Sommermonate große Herausforderungen zu bewältigen. Wir konnten daher unser selbstgestecktes Ziel von 98 Prozent Liefertermintreue nicht erreichen und lagen bei knapp unter 95 Prozent. Damit haben wir jedoch trotz der erschwerten Bedingungen unser Vorjahresniveau ungefähr gehalten.
Ökologie

Ressourcen verantwortungsvoll nutzen, auch wenn es schwierig wird

Nachhaltiges Wirtschaften ist eines der zentralen Unternehmensziele von Faller Packaging. Dazu zählt auch, verantwortungsvoll und sparsam mit allen eingesetzten Ressourcen umzugehen. Das ist auch 2020 wieder gut gelungen – trotz der außergewöhnlichen Umstände durch die Corona-Pandemie.
Faller Packaging setzt in seiner Produktion weitgehend auf nachwachsende Rohstoffe wie Papier und Karton. Diese stammen vorwiegend aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Für die Materialien existiert eine gut funktionierende Kreislaufwirtschaft, sie lassen sich problemlos und effektiv recyceln. Sämtliche deutschen Standorte von Faller Packaging beziehen zudem ihre Energie zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. All das bildet für den Verpackungsspezialisten bereits eine sehr gute Basis, um seiner ökologischen Verantwortung gerecht zu werden.
Corona macht Rohstoffverbrauch schwerer planbar
Ein effizienter Einsatz aller Ressourcen hilft außerdem dabei, Verschwendung zu vermeiden. Dies war 2020 allerdings deutlich schwieriger als in anderen Jahren: Durch die Corona-Pandemie waren künftige Bedarfe und damit die Auslastung der Produktion wesentlich weniger planbar als sonst. Geänderte Schichtmodelle, weniger Präsenz der Mitarbeiter vor Ort und zusätzlicher Reinigungs- und Desinfektionsaufwand an den Fertigungsstätten ließen zudem den Produktionsoutput sinken, sorgten aber nicht für weniger Energieverbrauch.
Faller Packaging
In Anbetracht dieser besonderen Umstände können wir allerdings auch für 2020 zahlreiche Erfolge vermelden, was Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz angeht. Im Werk Schopfheim wurde Ende 2019 ein neuer Brennwert­kessel in Betrieb genommen – dadurch konnte der Standort 2020 20 Prozent Heizgas einsparen. Insgesamt konnte das Werk in Schopfheim seinen Energieverbrauch um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr senken. Durch acht Prozent weniger Materialverbrauch verschlechtert sich allerdings dann der Wert Kilogramm pro Tonne Bedruckstoff trotzdem um zwei Prozent (siehe Diagramm).
Sauberer Solarstrom vom eigenen Dach
Auch der neue Faller Packaging-Standort im ungarischen Debrecen setzt voll und ganz auf erneuerbare Energien. Hier startete 2020 die Planung einer eigenen Photovoltaik-Anlage, die mittlerweile auch schon auf dem Werksdach montiert ist. Diese soll künftig rund zwölf Prozent des Eigenbedarfs abdecken, überschüssige Energie wird ins Stromnetz eingespeist – ein großer Schritt hin zu noch mehr Nachhaltigkeit.
Darüber hinaus arbeiten wir weiterhin intensiv an der Makulaturquote und an der Reduzierung gefährlicher Abfälle. Die Makulatur ist in den meisten Bereichen gleich geblieben oder hat sich nur leicht erhöht. Bei der Menge gefährlicher Abfälle (Kilogramm pro Tonne Bedruckstoff) konnte besonders unser Standort Waldkirch mit einer Einsparung von 9,1 Prozent Erfolge verbuchen. Ein weiteres Projekt ist die Verringerung des Papierverbrauchs in den Büros: Hier hatten wir im Vorjahr Einsparungen von rund 35 Prozent erzielen können. Dieser hervorragende Wert wurde auch 2020 gehalten – nicht zuletzt durch den verstärkten Austausch über digitale Kanäle wie Microsoft Teams.
Für 2021 nimmt das Thema Nachhaltigkeit auch wieder einen hohen Stellenwert bei Faller Packaging ein. Wir wollen sowohl bestehende Maßnahmen fortführen als auch neue etablieren, um auch in Zukunft erfolgreiches Wirtschaften und ökologische Verantwortung in Einklang zu bringen - ganz im Sinne der WIN-Charta der baden-württembergischen Landesregierung, deren Zielen wir uns als Gründungsmitglied fest verschrieben haben.

Faller Packaging setzt Unterstützung für MAVUNO-Projekt in Tansania fort

Seit 2015 schon unterstützt Faller Packaging das MAVUNO-Projekt in Tansania, das sich für bessere Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung in der Region Kagera einsetzt. Um einen möglichst hohen Spendenbetrag zu erzielen, legten sich die Faller Packaging-Mitarbeiter in diesem Jahr besonders ins Zeug: Dank der erfolgreichen Teilnahme an der digitalen Gesundheits-Challenge „B2Fit“ erreichten sie eine Summe, mit der die Initiative rund 5.000 neue Bäume pflanzen konnte.
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5.000 neue Bäume konnte die Initiative mit unserer Unterstützung im Jahr 2020 pflanzen.
Corona bedroht Existenzen der Kleinbauern
Auch in Tansania war im vergangenen Jahr die Corona-Pandemie das alles bestimmende Thema – mit teils drastischen Auswirkungen, besonders für die ländliche Bevölkerung: Viele Kleinbauern etwa hatten durch Grenzschließungen und Handelsbeschränkungen keine Möglichkeit mehr, ihre Produkte auf den Märkten zu verkaufen. Dadurch sind zahlreiche Existenzen bedroht und gleichzeitig die Versorgung mit gesunden und nahrhaften Lebensmitteln vielerorts eingeschränkt.
Es gibt also nach wie vor jede Menge zu tun für das Projekt MAVUNO, das sich seit seiner Gründung im Jahr 1993 zum Ziel gesetzt hat, die Lebensumstände der Menschen durch moderne Anbaumethoden und Umweltschutz zu verbessern. In der Region Kagera etwa pflanzt die Initiative seit Jahren zigtausende Bäume. Diese liefern wiederum Futter für die Tiere und spenden Schatten für die Landwirtschaft. Auch für den Klimaschutz ist die Aufforstung ein wichtiger Schritt, denn jeder Baum speichert eine beträchtliche Menge CO2. Mehr als 50.000 Bäume hat MAVUNO seit 2015 in der Region Kagera gepflanzt. Darüber hinaus engagiert sich die Initiative erfolgreich in Bildungsprojekten oder der Versorgung mit sauberem Trinkwasser und fördert gezielt Frauen und Mädchen.
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Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist eines der Projekte von MAVUNO.
Fit bleiben und Gutes tun
Faller Packaging unterstützt MAVUNO schon seit 2015 regelmäßig mit Spenden. Durch das Aufforstungsprojekt möchte das Unternehmen einen Teil der für die Produktion entnommenen Ressourcen wieder an die Umwelt zurückgeben. In diesem Jahr hatte sich die Geschäftsleitung dafür etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die Höhe des Spendenbetrags war an die Teilnahme der Mitarbeiter an dem digitalen Gesundheitsprogramm B2Fit gekoppelt. Jeder Teilnehmer konnte dabei in einer sechswöchigen Challenge durch Sport, gesunde Ernährung und andere Aktivitäten Punkte sammeln. Und je höher die gesamte Punktzahl der Belegschaft, desto höher die Spende an MAVUNO.
Die Kolleginnen und Kollegen legten sich daher so richtig ins Zeug – und konnten sich am Ende über eine erfolgreiche Teilnahme an der B2Fit-Challenge freuen, mit der sie eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an MAVUNO möglich machten. Mit diesem Betrag können in Tansania rund 5.000 Bäume gepflanzt werden – eine wichtige Unterstützung für die Menschen vor Ort, und nur eines von vielen Beispielen, dass Nachhaltigkeit bei Faller Packaging nicht nur in der Theorie stattfindet, sondern im gesamten Unternehmen ganz praktisch gelebt wird.
Faller Packaging
Faller Packaging unterstützt MAVUNO schon seit 2015 regelmäßig mit Spenden.
Soziales

Als starke Gemeinschaft durch die Pandemie

Über ein Jahr ist es mittlerweile her, dass der Ausbruch der Corona-Pandemie das Leben auf der ganzen Welt verändert hat – sowohl im privaten wie auch im beruflichen Alltag. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Faller Packaging fanden ganz unterschiedliche Wege, mit dieser noch nie dagewesenen Situation umzugehen. Das gemeinsame Ziel von Anfang an: „Mit Solidarität und Zusammenhalt diese historische Krise erfolgreich zu bewältigen.“
So ist es auf einem Faller Packaging-internen Aushang vom 23. März 2020 zu lesen, kurz nachdem die COVID-19-Pandemie in Europa und damit in Deutschland angekommen war. Dieser Leitgedanke begleitet uns bis heute. Ihm ist es unter anderem zu verdanken, dass Faller Packaging die Herausforderungen, die Corona im Lauf der folgenden Monate mit sich brachte und immer noch bringt, mit erstaunlichem Erfolg meistern konnte.
Noch vor dem ersten Lockdown im März 2020, als die Auswirkungen des neuartigen Virus‘ für viele noch gar nicht greifbar sind, beginnt Faller Packaging, verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 umzusetzen. Ein eigener Pandemie-Krisenstab wird eingerichtet, um das weitere Vorgehen zu koordinieren und die aktuelle Lage kontinuierlich zu evaluieren. Trotzdem geht die erste Welle auch an unserem Unternehmen nicht spurlos vorbei: Durch geänderte Schichtkonzepte und Home-Office-Angebote sind weitaus weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort als sonst.
Treffen am Bildschirm statt in der Kaffeeküche
Dies erfordert natürlich neue Wege der Zusammenarbeit und Kommunikation: In kürzester Zeit stellt Faller Packaging eine App bereit, welche der Belegschaft an allen Standorten in verschiedenen Sprachen Informationen zur aktuellen Lage liefert. Meetings finden nicht mehr persönlich, sondern über Microsoft Teams statt. Die Software wurde erst wenige Monate zuvor erfolgreich unternehmensweit eingeführt – dieser Kraftakt der IT-Abteilung sollte sich nun auszahlen. Auch das betriebliche Gesundheitsmanagement reagiert auf die veränderte Situation und stellt in einer Online-Plattform zahlreiche Inhalte zu Themen wie Ernährung, Bewegung, Achtsamkeit und Home-Office zur Verfügung, um die Kolleginnen und Kollegen zuhause zu unterstützen.
Ein weiterer Ausdruck der gelebten Solidarität ist die Aktion „Gesunde Tipps von und für Kolleg*innen“. Über zehn Wochen berichten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was sie außerhalb von Corona gerade beschäftigt. Dabei kommen unter anderem Buchtipps, gesunde Rezepte oder Anreize zum Sprachenlernen per App zusammen. Auch die Geschäftsleitung von Faller Packaging bedankt sich im Rahmen der DANKE-Aktion mit Bannern an sämtlichen Standorten für das Engagement und den Zusammenhalt des Teams.
Faller Packaging
Die Geschäftsleitung von Faller Packaging bedankt sich im Rahmen der DANKE-Aktion für das Engagement und den Zusammenhalt des Teams.

So erleben unsere Kolleginnen und Kollegen die Corona-Pandemie

Dunja Gehring (Head Regional Business Team, Waldkirch):
„Die Arbeit im Home-Office klappt bei mir sehr gut. Dies will ich für die Zukunft auch gerne ein bis zwei Tage pro Woche beibehalten. Ich fahre dadurch kaum noch mit dem Auto, spare die Zeit für die Hin- und Rückfahrt und habe somit mehr Freizeit. Schade ist nur, dass man Kollegen und Kunden nicht mehr so oft sieht. Teams ist zwar gut, kann den persönlichen Kontakt jedoch nicht immer ersetzen. Sehr positiv fand ich, dass wir den Pandemie-Krisenstab etabliert haben. Man hat wirklich das Gefühl, dass sich Faller Packaging um das Wohl der Mitarbeiter kümmert. Auch die kostenlosen Stoff- und OP-Masken sind positiv angekommen.“
Radosław Rosiak (Logistics Manager, Łódź):
„Die Pandemie hat vor allem meine Angehörigen betroffen. Wenn ich sehe, was auf der Welt passiert, bin ich meistens froh, dass ich arbeiten kann. Sogar unter den Hygienebestimmungen. Das sollte stark gewürdigt werden.“
Lucia Frischkorn (Specialist Quality Assurance, Binzen):
„Ich muss meine Zeit viel disziplinierter einteilen. Meistens vermischen sich Arbeit und Privates, es ist nicht mehr so eindeutig getrennt: Jetzt arbeite ich, jetzt ist Feierabend. Man lässt sich dazu verleiten, doch noch einmal E-Mails zu prüfen oder etwas Wichtiges weiterzuleiten.“
Lars Jørgensen (Account Manager, Hvidovre):
“Die größte Veränderung war, dass ich näher an meine Kunden herangerückt bin, da es einfacher war, Teams-Sitzungen zu buchen, als normale Face-to-Face-Meetings zu vereinbaren. Das finde ich recht interessant, da man eigentlich das Gegenteil erwarten würde. Nach Corona werde ich Teams weiterhin als Mittel für den Kundendialog nutzen, da es meine Effizienz verbessert hat und mir mehr Meetings ermöglicht.“
Tobias Mahler (Head Prepress, Schopfheim):
„Die fortgeschrittene Digitalisierung in der Druckvorstufe macht das Arbeiten im Home-Office sehr gut möglich. Die Tätigkeiten, die noch physisch vor Ort zu erledigen sind, werden einem dabei bewusster. Es wird deutlich, wo Digitalisierung weiter vorangetrieben werden kann, um wirklich flexible, nicht standortgebundene Arbeitsplätze schaffen zu können. Andererseits wirken sich das Home-Office meiner Frau und der „Home-KiGa“ der Tochter mit zunehmender Dauer negativ auf die Gemüter aus. So manches Meeting wird gemeinsam mit der Tochter bestritten.”
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Beeindruckende Zahlen: Die Ergebnisse des „Digital Boot Camp“ 2021 von Faller Packaging.
Woran wir noch arbeiten möchten
Unsere Frauenquote bei Führungskräften: Diese lag 2020 bei 15,5 Prozent – da ist noch Luft nach oben. In unserem Recruiting-Prozess unterscheiden wir selbstverständlich nicht nach Geschlecht: Stellen werden an die Bewerberinnen und Bewerber vergeben, welche die fachlichen Anforderungen am besten erfüllen und mit ihrer Persönlichkeit zu unserem Team passen. Trotzdem unterstützen wir gezielt die berufliche Förderung von Frauen und Mädchen, zum Beispiel mit unserem jährlich stattfindenden Girls‘ Day.
Die Gesundheitsquote bei Faller Packaging lag im vergangenen Jahr bei 92,2 Prozent. Um diese Zahl zu erhöhen, identifizieren wir in einer eingehenden Analyse die spezifischen Ursachen für Fehlzeiten und leiten daraus zielgruppenorientierte Maßnahmen ab. Außerdem bieten wir im Rahmen unserer betrieblichen Gesundheitsförderung präventive Maßnahmen an, um Krankheiten vorzubeugen und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter*innen zu steigern.
„Digital Boot Camp“ statt traditioneller Jahrestagung
Auch der Auftakt ins Jahr 2021 fällt durch die Pandemie anders aus als sonst. Die Belegschaft findet sich nicht wie gewohnt zu einer Präsenzveranstaltung zusammen, sondern zu einem viertägigen „Digital Boot Camp“: Bei dem Online-Event haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gelegenheit, an Vorträgen, Diskussionsrunden, Workshops und Trainings zu verschiedenen Themen teilzunehmen – ganz bequem und sicher vom heimischen Computer aus. Mitmachen ist dank einer interaktiven Gestaltung ausdrücklich erwünscht, und es gibt sogar virtuelle Kaffeepausen mit den Kollegen und ein gemeinsames Abendprogramm in Form eines Wein-Tastings. Die zu verköstigenden Tropfen wurden vorab per Paket nach Hause geliefert.
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Corona erfordert neue Wege - zum Beispiel in der digitalen Kommunikation.
Mittlerweile sind viele der durch Corona notwendig gewordenen Maßnahmen schon so etwas wie Normalität. Trotzdem sehnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Faller Packaging selbstverständlich ein Ende der Pandemie herbei, um ihr Leben wieder wie gewohnt leben zu können. In über einem Jahr hat sich jedoch gezeigt: Solidarität und Zusammenhalt sind tatsächlich ein Schlüssel, um auch Krisen von solch gigantischem Ausmaß erfolgreich zu meistern.

Ausbildung in Corona-Zeiten

Auch 2020 gingen zahlreiche junge Menschen bei Faller Packaging ihrer Berufsausbildung nach – allerdings unter deutlich anderen Bedingungen als sonst. Vom Arbeitsalltag in den einzelnen Abteilungen über den Besuch der Berufsschule bis hin zu Feiern und Aktionen mit dem Team: Überall sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren. Grund genug, einmal nachzufragen, wie die „digitalen Azubis“ mit ihrer momentanen Situation zurechtkommen.
14 junge Frauen und Männer haben 2020 ihre Berufsausbildung bei Faller Packaging begonnen. Viele ihrer neuen Kolleginnen und Kollegen haben sie seitdem nur am Bildschirm kennengelernt: „Durch Corona finden Besprechungen und Einarbeitungen oft nur noch in digitaler Form statt“, beschreibt Jasmin Fehrenbach, die im dritten Jahr ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau steht. „Der persönliche Kontakt zwischen den Mitarbeitern ist durch Abstandsregeln und Homeoffice leider stark eingeschränkt.“ Gerade für ein Unternehmen wie Faller Packaging, das viel Wert auf ein familiäres und kooperatives Arbeitsklima legt, ist das eine große Umstellung.
Schulalltag zwischen Maskenpflicht und Online-Unterricht
Auch in der Berufsschule stellt die Pandemie die Auszubildenden vor ungewohnte Herausforderungen. „Im Präsenzunterricht herrscht Maskenpflicht, das macht es auf Dauer schwieriger, sich zu konzentrieren“, schildert Jasmin Fehrenbach. „Aber auch der Online-Unterricht ist manchmal anstrengend, weil man sehr viel Zeit am Computer verbringt.“ Hinzu kommt die unterschiedliche technische Ausrüstung von Schülern und Lehrern, die immer wieder für Schwierigkeiten sorgt. „Wir Azubis sind auf jeden Fall froh, wenn all diese Einschränkungen irgendwann nicht mehr nötig sind“, findet Jasmin.
Faller Packaging
Gemeinsame Aktivitäten gehören für die Auszubildenden bei Faller Packaging immer mit dazu - zur Not auch unter Hygieneauflagen.
Gemeinsame Aktivitäten gehören für die Auszubildenden bei Faller Packaging eigentlich immer mit dazu. Viele davon mussten im vergangenen Jahr leider corona-bedingt ausfallen – zum Beispiel die traditionelle Abschlussfeier für die Absolventinnen und Absolventen. „Wir haben jedoch versucht, trotzdem die eine oder andere Aktion umzusetzen“, berichtet Jasmin. „Zum Beispiel hatten wir im Dezember in Waldkirch einen Contest, wer den schönsten Weihnachtsbaum schmückt – das war ziemlich witzig.“
Soziales Engagement im Seniorenheim
Auch soziales Engagement wird bei den Azubis großgeschrieben – und das sogar in Corona-Zeiten: Bei einer Luftballon-Aktion in verschiedenen Altenheimen in der Nähe der Faller Packaging-Standorte Waldkirch, Schopfheim und Binzen machten die angehenden Fachkräfte den dort lebenden Senioren eine ganz besondere Freude. „Gerade jetzt ist es wichtig, sich gegenseitig zu helfen und Mitgefühl und Zuneigung zu zeigen“, betont Ausbildungsleiterin Victoria Ziebold. „Deshalb sind wir sehr stolz auf unsere Auszubildenden, dass sie sich mit dieser Aktion so für ihre älteren Mitbürger ins Zeug gelegt haben.“
Faller Packaging
Bei einer Luftballon-Aktion in verschiedenen Altenheimen machten die Azubis den Senioren eine ganz besondere Freude.

Unser Ausblick auf das Jahr 2021

Mit 2020 haben wir ein Jahr hinter uns, das definitiv in die Geschichtsbücher eingehen wird. Trotz all der ungeahnten Herausforderungen konnten wir dieses jedoch erfolgreich abschließen – nicht zuletzt durch den großartigen Zusammenhalt und das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Doch wie geht es nun weiter? Klar ist: Auch abseits von Corona gibt es 2021 so einiges, was uns beschäftigen wird.
Erfolgreich bleiben in volatilen Zeiten
Unser erklärtes Ziel ist es natürlich, auch im kommenden Jahr als Hersteller von Sekundärverpackungen für die Pharma- und Healthcare-Industrie wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es, sich dynamisch und flexibel in einem äußerst volatilen Marktumfeld zu behaupten. Die globalen Megatrends und nicht zuletzt die Corona-Pandemie haben sowohl in der Pharmabranche als auch bei ihren Zulieferern einiges in Bewegung gebracht: Eine spürbare Konsolidierung ist im Gang, große Konzerne verstärken sich durch Zukäufe, kleine Unternehmen werden übernommen. Faller Packaging als familiengeführter Mittelständler muss in diesem Spannungsfeld ganz besonders auf seine Alleinstellungsmerkmale setzen, um selbst profitabel zu bleiben und weiter wachsen zu können. Diesen Weg sind wir bislang äußerst erfolgreich gegangen, weshalb wir auch für 2021 trotz aller Unsicherheiten positiv gestimmt sind.
Im Einklang mit Mensch und Natur
Darüber hinaus wird uns das Thema Nachhaltigkeit weiterhin beschäftigen. Der Markt zeigt einen deutlichen Trend vom Frischfaser- hin zum Recyclingkarton und zum Ersatz von Plastik. Hierauf werden wir reagieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf unserem Energieverbrauch: Den hohen Anteil der erneuerbaren Energie, die wir bereits beziehen, wollen wir beibehalten und, wo immer es möglich ist, weiter steigern. Dazu trägt auch die neue Solaranlage an unserem ungarischen Standort Debrecen bei, die wir Anfang des Jahres bereits in Betrieb genommen haben. Sämtliche Ressourcen effizient zu nutzen und Emissionen klimaneutral zu kompensieren, steht ebenfalls auf unserer Agenda.
Für gesunde und zufriedene Mitarbeiter
Das Wohlbefinden unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist bei Faller Packaging ein weiteres Kernthema für 2021. Dafür wollen wir sowohl unsere betriebliche Gesundheitsförderung als auch die Maßnahmen zum Arbeits- und Unfallschutz konsequent weiterentwickeln. Hier hat sich schon in den vergangenen Jahren viel getan – was für uns zwar Grund zur Freude ist, aber nicht, um sich auszuruhen. Und auch auf unsere Azubis warten im Jahr 2021 wieder zahlreiche spannende Projekte und Aktionen: von einer Zusammenarbeit mit der Badischen Zeitung über einen virtuellen Girls‘ Day bis hin zu unserem traditionellen sozialen Engagement.
In diesem Sinne freuen wir uns auf ein aufregendes und abwechslungsreiches Jahr, das hoffentlich wieder deutlich mehr positive Überraschungen für uns alle bereithält als das vergangene, und auf einen weiteren Schritt auf dem erfolgreichen Weg von Faller Packaging!

Sie haben Fragen?
Wir sind für sie da

+49 (0) 7681 405 - 0info@faller-packaging.com